Selfmade Strom vom Firmendach

Selfmade Strom vom Firmendach

Ein Großteil der CO2-Emissionen in Herzebrock-Clarholz wird durch den Sektor Strom verursacht. Die Treibhausgasbilanz, die im Rahmen des Klimaschutzkonzeptes erstellt wurde, ergab, dass ca. 40% der CO2-Emissionen durch den Stromverbrauch entstehen. Dabei spielen Gewerbe und Industrie eine nicht unwesentliche Rolle: Dreiviertel der Emissionen durch Strom gehen auf das Konto der Unternehmen oder ganze 30% der Gesamtemissionen in Herzebrock-Clarholz. 


Nicht nur wegen der hohen CO2-Emissionen, sondern auch wegen des erheblichen Potentials für den Ausbau erneuerbarer Energien, findet sich hier einer der wichtigsten Anknüpfungspunkte auf dem Weg zur klimafreundlichen Kommune. Insbesondere Photovoltaik-Anlagen eigenen sich, da es im Gewerbegebiet große bisher ungenutzte Dachflächen gibt. Aktuell zählt Herzebrock-Clarholz eine Leistung von 11.600 kW Strom durch PV-Anlagen. Mit einem Anteil von nur 10% am Stromverbrauch ist also noch viel Luft nach oben! Die Potentialanalyse des Klimaschutzkonzeptes prognostiziert eine mögliche Leistung von ca. 88,9 MW, es sind bislang als nur ca. 13% des Gesamtpotentials ausgeschöpft. 

Um den Herzebrock-Clarholzer Unternehmen einen ersten Überblick über das Thema Photovoltaik auf Unternehmensdächern zu bieten, fand am 16. August 2022 die Informationsveranstaltung "Selfmade Strom vom Firmendach" in der Stadthalle Rheda-Wiedenbrück statt. Hier konnten die Unternehmen sich zu den planerischen Grundlagen, wie Auslegung, Statik, Speicherergänzung und Sektorkopplung, sowie zu verschiedenen Vermarktungs- und Betreibermodellen informieren. Im Tandem berichteten Rüdiger Brechler von der EANRW GmbH und Markus Schierl von Solartechnik Schierl sowohl über Theorie als auch Praxiserfahrungen. 

Außerdem konnten die Unternehmen verschiedene Infoflyer einmal mit den Grundlagen der PV-Planung und einmal mit weiteren Beratungsangeboten mitnehmen. Beide Flyer sind im Folgenden verlinkt.

Sollten Sie weitere Fragen zu dem Thema Photovoltaik, zu Beratungs- und Förderangeboten haben, setzen Sie sich gerne mit der Klimaschutzmanagerin Caroline Hüttemann in Verbindung. 


Solarkataster des Kreises Gütersloh 

Eine unkomplizierte Möglichkeit für eine erste Abschätzung bezüglich des Photovoltaik-Potentials Ihres Firmendaches erhalten Sie außerdem über das Solarkataster des Kreises Gütersloh. Dieses ermöglicht Ihnen verschiedene Varianten und Auslegungen einer PV-Anlage virtuell auf Ihrem Dach zu testen und durchzurechnen. 


PV-Rechner

Eine weitere Möglichkeit Ihre PV-Anlage virtuell zu planen und einen ersten Eindruck über Wirtschaftlichkeit, Eigenverbrauch und Autarkiegrad zu erhalten, ist der PV-Rechner der Landesgesellschaft energy4climate. Sie erreichen das Online-Tool unter folgendem Link.



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