Aktualisierung der Grundlagen der Niederschlagswassergebühr

    Abwassergebühren werden getrennt nach Schmutz- und Niederschlagswasser abgerechnet. Die Niederschlagswassergebühr wird nach der überbauten, beziehungsweise versiegelten Grundstücksfläche, von der Regenwasser in die Abwasseranlage gelangt, bemessen.

    Da seit der Einführung nun schon fast 40 Jahre vergangen sind, ist eine Aktualisierung der Bemessungsgrundlage für alle Grundstücke nötig. Ziel dieser Flächenermittlung ist eine gerechtere Verteilung der Kosten für die Niederschlagswasserbeseitigung. Die Gemeindewerke werden dabei von der Kommunal Agentur NRW beraten und arbeiten mit dem Dienstleister WTE Betriebsgesellschaft aus Hecklingen zusammen.

    Viola Wallbaum, Juristin der Kommunal Agentur NRW betont: „Es werden keine Mehreinnahmen erzielt werden, vielmehr wird die bestehende Gebühr gerechter aufgeteilt. Je größer die Fläche ist, auf die bei der Kalkulation der Gebühren der Aufwand umgelegt wird, so geringer fallen die Gebührensätze aus.“

    Die Gemeindewerke haben sich entschlossen, die Aktualisierung auf der Grundlage von Luftbildern des Landes Nordrhein-Westfalen durchzuführen. Daraus wurden mit Unterstützung durch den beauftragten Dienstleister WTE Betriebsgesellschaft aus Hecklingen die befestigten Flächen ermittelt.

    Für die Ermittlung der gebührenrelevanten Flächen sind die Gemeindewerke jedoch auf die Unterstützung der Grundstückseigentümer angewiesen: Aus den Luftbildern kann man zwar die Größe der befestigten und unbefestigten Flächen ermitteln, nicht jedoch, ob sie an die öffentliche Abwasseranlage angeschlossen sind.

    Bis Mitte April erhalten die Grundstückseigentümer Post von den Gemeindewerken. In einem bereits im Ergebnis der Luftbildauswertung vorausgefüllten Fragebogen brauchen diese nur noch die Richtigkeit der Angaben prüfen und angeben, ob das Niederschlagswasser einzelner Flächen gegebenenfalls nicht der öffentlichen Abwasseranlage zugeführt wird. Ergänzend werden vorhandene Zisternen und Versickerungsanlagen abgefragt.

    Für das Ausfüllen der Erfassungsbögen ist ab dem 16. April für zwei Wochen eine kostenlose Telefonhotline (0800  9464 261) freigeschaltet.  Zur selben Zeit stehen auch Mitarbeiter der Firma WTE Betriebsgesellschaft im Rathaus zur Unterstützung bereit.

    Weitere Informationen zur Ermittlung der niederschlagswasserrelevanten Flächen gibt es in der eigenen Rubrik der Gemeindewerke.

    Die Gemeindewerke bedanken sich schon jetzt für die Mithilfe.